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    Bauteil 48: Wertübertrager Schalter

    Bauteil 48: Wertübertrager Schalter


    Vorgaben

    Leitungsanschlüsse

    1

    Signaleingang 1

    2

    Signaleingang 2

    3

    Signal Ausgang

    4

    Messwerteingabe

     

    Allgemeines       Vorgabewerte       Kennlinien       Verwendete Physik       Bauteilform       Beispiel

     

    Allgemeines

    Dieses Bauteil überträgt die Signalwerte S1 oder S2 nach S3. Ob S1 oder S2 übertragen wird, hängt von Vergleich der zwei Werte ab.

    Druck, Enthalpie oder Massenstrom können als Eingabe für IN1 und IN2 gegeben sein. Druck, Temperatur, Enthalpie, Massenstrom oder Wärmestrom sind als Eingabe für den Messwert  IN4 zulässig.

    Für FDC=1 und FDC=-1 entsprechen die Vergleichswerte den physikalischen Werte IN4 am Schaltereingang (Anschluss 4) und dem Sollwert DVAL, der durch einen Spezifikationswert festgelegt ist.

    Für FDC=2 und FDC=-2 entsprechen die Vergleichswerte den physikalischen Werten IN1 und IN2 an den Signaleingängen 1 und 2.

    Die Vergleichsbedingungen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

    Übertragung

    von --->  nach

    FDC

    1

    -1

    2

    -2

    S1  --->  S3

    S2  --->  S3

    IN4 <= DVAL

    IN4  >  DVAL

    IN4  >  DVAL

    IN4 <= DVAL

    IN1 >= IN2

    IN1  <  IN2

    IN1  <  IN2

    IN1 >= IN2

    Der physikalische Wert selbst wird nicht übertragen. Der übertragene Wert ist (abhängig von FTR1 oder FTR2) entweder der bezogene physikalische Wert oder ein Wert der Kennlinie mit dem bezogenen physikalischen Wert als Abszisse. Im ersten Fall wird der übertragene Wert mit einem Proportionalfaktor entsprechend der folgenden Tabelle multipliziert.

     

    Signaleingang S1

    Signaleingang S2

    FTR1

       IN1

    -----------  * MUL1

     REF1

       IN2

    -----------  * MUL2

     REF2

    FTR2

            IN1

    f(-------------)

         REF1

            IN2

    f(-------------)

         REF2

    Der physikalische Wert OUT3 für den Signalausgang (Anschluss 3) ergibt sich aus dem Übertragungswert S3 (das ist entweder S1 oder S2) multipliziert mit einem Referenzwert.  

             OUT3
    S3 = ----------
              REF3

     

    Die Dimensionen des Schalterwerts und des Sollwerts müssen korrespondieren. Dasselbe gilt für die Dimensionen der physikalischen Werte der zwei Signaleingänge.

     

    Es besteht auch die Möglichkeit, die Temperatur zu übertragen. Dies ist dann sinnvoll, wenn die beteiligten Leitungen unterschiedliche Zusammensetzungen haben, da man ansonsten ja auch die Enthalpie übertragen könnte.

    Die Optionen zur Skalierung, Kennlinienverwendung und Übertragung auf eine andere Größe sind bei Bauteil 48 für die Temperaturübertragung allerdings nicht implementiert. Wegen der Besonderheiten bei der Einheitenumrechnung der Temperatur wären hierfür zusätzliche Angaben erforderlich, die allerdings beim Bauteil 36 implementiert sind.

    Aus diesem Grunde wird bei Einstellung von FIN=2 auch der Schalter FOUT und die Schalter und Vorgabewerte für die Skalierung inaktiv.

     

    Hinweis: Bei Verwendung eines Schalterwerts von 0 ist zu daran zu denken, dass es für Massenströme in Ebsilon einen Mindestwert von 10^-6 kg/s gibt. Um den Fall zu betrachten, dass kein Massenstrom fließt, sollte ein Wert geringfügig größer als 10^-6 verwendet werden.

    Ähnliche Bauteile:

    Bauteil 36 (Signalübertrager Typ 1):

    Dieses Bauteil unterscheidet sich von Bauteil 48 dadurch, dass das Signal bei Ausgang 3 nicht von einem der zwei Eingänge bezogen werden kann, sondern direkt von einem Signaleingang abgerufen wird. Das Eingangssignal kann entweder der einem physikalischen Wert zugewiesene Wert oder ein Kennlinienwert sein, mit dem zugewiesenen physikalischen Wert als Abszisse (s. Bauteil 48). Außerdem wird das zu übertragende Eingangssignal nicht mit einem proportionalen Faktor multipliziert, wenn es durch eine Kennlinie übertragen wird.

     Bauteil 49 (3-Wege Ventil):

    Abhängig vom Vergleich zweier thermodynamischer Werte kann entweder der Massenstrom Eingang 1 oder Eingang 2 zu Ausgang 3 übertragen werden. Alle fünf thermodynamischen Werte P/T/H/M/Q können Vergleichswerte sein.


    Vorgabewerte

    FFU

    Die Übertragung kann ein- oder ausgeschaltet werden.

    =0: Übertragung aktiv
    =1: keine Übertragung

    FIN

    Eingabetyp (IN1 und IN2)
    =1: Druck
    =2: Temperatur
    =3: Enthalpie
    =4: Massenstrom

    FOUT

    Ausgangstyp (OUT3)
    =0: Das Ausgangssignal wird auf den gleichen Typ wie das Eingangssignal gesetzt. Dies ist die Standardeinstellung. Da in den meisten Fällen Eingangs- und Ausgangssignal vom selben Typ sind, erspart man sich dadurch die Umschaltung von FOUT, wenn man FIN umschaltet.
    =1: Druck
    =3: Enthalpie
    =4: Massenstrom

    FSW

    Vergleichstyp (IN4 zu DVAL, Typ der IN4 und DVAL gegeben durch FSW)
    =1: Druck
    =2: Temperatur
    =3: Enthalpie
    =4: Massenstrom
    =5: Leistung/Wärmestrom

    FTR1

    Übertragung Signal 1
    =1: mit Faktor
    =2: mit Kennlinie

    FTR2

    Übertragung Signal 2
    =1: mit Faktor
    =2: mit Kennlinie

    DVAL

    Sollwert                    

    REF1

    Referenzwert Signal 1                   

    REF2

    Referenzwert Signal 2                  

    REF3

    Referenzwert Signal 3                   

    MUL1

    Multiplizierer Signal 1                   

    MUL2

    Multiplizierer Signal 2                   

    FDC

    Entscheidungskriterien    

    = 1: S1->S3 wenn IN4<=DVAL, sonst S2->S3
    =-1: S1->S3 wenn IN4>DVAL, sonst S2->S3
    = 2: S1->S3 wenn IN1>=IN2, sonst S2->S3
    =-2: S1->S3 wenn IN1<IN2, sonst S2->S3

     

    Generell sind alle sichtbaren Eingaben erforderlich. Häufig werden jedoch Standardwerte zur Verfügung gestellt.

    Für weitere Informationen über die Farbe der Eingabefelder und ihre Beschreibungen siehe Komponenten bearbeiten\Vorgabewerte

    Für weitere Informationen über Auslegung vs. Teillast und Nominalwerte siehe Allgemeines\Nominalwerte übernehmen

     


     

    Kennlinien

     

         1. Kennlinie   S3 = f (IN1/REF1)
         2. Kennlinie   S3 = f (IN2/REF2)

    Kennlinie 1:  S3 = f (IN1/REF1)

     

     X-Achse         1          IN1/REF1                  1. Punkt
                           
    2          IN1/REF1                  2. Punkt
     
                           .
                           
    N         IN1/REF1                  letzter Punkt 
      
    Y-Achse          1          S3                             1. Punkt

                           
    2          S3                             2. Punkt
                            .

                           
    N         S3                             letzter Punkt  

     

    Kennlinie 2:  S3 = f (IN2/REF2)

     

    X-Achse       1          IN2/REF2                  1. Punkt 
                        
    2          IN2/REF2                  2. Punkt 
     
                        .
                        
    N         IN2/REF2                  letzter Punkt 
      
    Y-Achse      1          S3                              1. Punkt
     
                       
    2          S3                              2. Punkt 
                       

                       
    N         S3                              letzter Punkt
     

     


    Verwendete Physik

    Übertragung

    von --->  nach

    FDC

    1

    -1

    2

    -2

    S1  --->  S3

    S2  --->  S3

    IN4 <= DVAL

    IN4  >  DVAL

    IN4  >  DVAL

    IN4 <= DVAL

    IN1 >= IN2

    IN1  <  IN2

    IN1  <  IN2

    IN1 >= IN2

     

    Signaleingang S1

    Signaleingang S2

    FTR1

       IN1

    -----------  * MUL1

     REF1

       IN2

    -----------  * MUL2

     REF2

    FTR2

            IN1

    f(-------------)

         REF1

            IN2

    f(-------------)

         REF2


    Bauteilform

    Form 1

    Beispiel

    Klicken Sie hier>> Bauteil 48 Demo << um ein Beispiel zu laden

    Siehe auch